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• Gebiet südlich von Serbien (Jugoslawien), 10 887 km2
• 1,99 Mio. Einwohner; vorwiegend moslemische Albaner, nur 10% Serben;
• Hauptstadt ist Pristina;
• Morphologie: meist gebirgig;
• Bodenschätze: Chrom-, Blei- und Zinkerzlager.

Die neue Flagge des Kosovo

Geschichte
Seit dem 8. Jahrhundert v. Chr. wurde das Gebiet von Illyrern besiedelt; Slawen wanderten seit dem 6. Jahrhundert n. Chr. ein. Im 14. Jahrhundert war das Kosovo Teil des Großserbischen Reiches.

1389 wurde es dem Osmanischen Reich tributpflichtig, dem es 1469 ganz einverleibt wurde (bis 1912). Im 18. Jahrhundert kam es zu einer starken albanischen Zuwanderung. Seit 1918 (Gründung des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen, des späteren Jugoslawiens) gehörte das Kosovo zu Serbien.

1945 wurde das Autonome Gebiet Kosovo und Metohija eingerichtet, das mit der Verfassung von 1963 den Status einer Autonomen Provinz erhielt (seit 1968 mit der Bez. Kosovo). Nach dem Tode Titos 1980 eskalierten die latenten Spannungen zwischen der benachteiligten albanischen Bevölkerungsmehrheit und der serbischen Minderheit. Es kam wiederholt zu Unruhen. Mit der neuen serbischen Verfassung von 1990 wurde der Autonomiestatus des Kosovos aufgehoben. In einem von den serbischen Behörden für illegal erklärten Referendum 1991 stimmte die Bevölkerung für die Souveränität des Gebiets.

1992 wurde I. Rugova, Führer der Demokratischen Liga für Kosovo, zum Präsidenten gewählt. In der Folgezeit verschärften sich die serbischen Repressionen. Militante albanische Kräfte gründeten als Reaktion darauf die Befreiungsarmee von Kosovo (Ushtria Çlirimtare e Kosovës, UÇK).

1998 eskalierten die Auseinandersetzungen zum offenen Konflikt. Jugoslawisch-serbische Einheiten gingen massiv gegen die UÇK sowie gegen die albanische Zivilbevölkerung vor. Hunderttausende flohen aus dem Krisengebiet. Erst nach der Drohung mit einem Militäreinsatz der NATO stimmte das Belgrader Regime im Oktober 1998 einem Truppenrückzug sowie der Stationierung von OSZE-Beobachtern zu.

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Im Dezember 1998 flammten die Kämpfe jedoch wieder auf. Zur Lösung des Konflikts wurde im Februar 1999 eine Kosovo-Friedenskonferenz auf Schloss Rambouillet bei Paris anberaumt. Die in Rambouillet erarbeiteten Friedensvorschläge wurden von der Belgrader Führung nicht akzeptiert. Daraufhin begann die NATO im März 1999 einen Luftkrieg gegen Jugoslawien. Serbische Einheiten verschärften danach ihre Übergriffe gegen die albanische Zivilbevölkerung.

Am 10. 6. 1999 stellte die NATO ihre Luftangriffe ein, nachdem sich die Belgrader Führung zum Abzug aller bewaffneten Kräfte aus dem Kosovo verpflichtet hatte. Die UNO-Mission für den Kosovo (UNMIK) übernahm zunächst die legislative, exekutive und judikative Gewalt in der Krisenregion. Eine internationale Friedenstruppe unter Führung der NATO (Kosovo Force, Kfor) bemühte sich um die Wiederherstellung der öffentlichen Ordnung. Menschenrechtsverletzungen an Serben, Roma und anderen nichtalbanischen Bevölkerungsgruppen erschwerten eine Normalisierung der Lage. Die UÇK stimmte der Umwandlung in ein Kosovo-Schutzkorps zu.



 

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